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Faculty of Protestant Theology

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Gleichstellungspolitik

An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität ist Gleichstellungspolitik Querschnittsaufgabe und somit integraler Bestandteil des Universitätsmanagements. Die Evangelisch-Theologische Fakultät unterstützt die Bemühungen der Universität nachdrücklich, Frauen und Männern die ihrer Qualifikation entsprechenden gleichen Chancen zu ermöglichen und für Frauen bestehende Nachteile zu beseitigen. Sie ermutigt Frauen ausdrücklich dazu, sich im Fach Evangelische Theologie weiter zu qualifizieren und verweist auf die dafür existierenden Förderprogramme der Universität Bonn, des Landes NRW und weiterer Geldgeber, die auf den Seiten der Gleichstellungsbeauftragten beschrieben werden.

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Sprachanforderungen und Sprachkurse

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Evangelischer Theologie erfordert die Arbeit an Quellentexten in Originalsprachen, weshalb die Studiengänge für einige Module des Pflicht- und Wahlpflichtbereichs ausreichende Sprachkenntnisse in den relevanten Sprachen (Latein, Altgriechisch, Hebräisch) voraussetzt, die durch entsprechende Prüfungen (Latinum, Graecum, Hebraicum) nachgewiesen werden. Für Studierende, die diese Kenntnisse noch nicht erworben haben, werden an der Fakultät studienbegleitend Sprachkurse angeboten. Durch den studienbegleitenden Erwerb von Sprachkenntnissen verlängert sich die Studiendauer; es werden aber zugleich bis zu zwei Semester nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet, wodurch sich auch die Förderungshöchstdauer z.B. für BaföG oder Stipendien verlängert.

Bedeutung der Alten Sprachen für die Theologie

Die Evangelische Theologie beschäftigt sich in drei ihrer fünf Hauptdisziplinen mit Fragestellungen, die nur durch die intensive Beschäftigung mit Quellentexten des Alten Testaments, des Neuen Testaments und der Kirchengeschichte bearbeitet werden können, wozu entsprechende Sprachkenntnisse in Hebräisch, Griechisch und Latein erforderlich sind. Die Module, in denen die Methoden der jeweiligen Disziplin vermittelt werden, setzen deshalb die entsprechenden Sprachkenntnisse voraus. Das geforderte Sprachniveau ist die Erweiterungsprüfung zum Abitur (Hebraicum, Graecum, Latinum).

Studienbegleitender Spracherwerb

Sofern die Sprachkenntnisse in diesen Sprachen nicht bereits vorab (in der Schule oder einem früheren Studium) erworben wurden, können sie in den ersten Semestern studienbegleitend erworben werden. Da dies einen erheblichen Arbeitsaufwand erfordert (das Latinum entspricht z.B. einem Sprachniveau, das nach vier Jahren Schulunterricht in Latein erreicht wird), aber zugleich die Sprachvoraussetzungen möglichst schnell erworben werden sollen, bietet die Evang.-Theol. Fakultät dafür spezielle Intensivkurse an, die mit teilweise täglichem Unterricht und einem umfangreichen täglichen Lernpensum in Ferien- und Semesterkursen innerhalb kürzester Zeit die erforderlichen Kenntnisse vermitteln. Als Regel gilt dabei, dass Ferien-Intensivkurse jeweils einen Arbeitsaufwand von mindestens 40-50 Stunden pro Woche erfordern, während die Semesterkurse einen Arbeitsaufwand von mindestens 20-25 Stunden pro Woche voraussetzen und damit Gelegenheit zur Teilnahme an einigen weiteren Lehrveranstaltungen geben.

Für alle Studiengänge und -fächer der Evangelisch-Theologischen Fakultät stellt das Studiendekanat Studienverlaufspläne zur Verfügung, die für unterschiedliche Kombinationen von noch zu erwerbenden Sprachkenntnissen Empfehlungen zur sinnvollen Studienplanung geben.

Alternative Möglichkeiten zum Spracherwerb

Da der Spracherwerb nicht Teil des Studiums, sondern eine nachzuholende Zulassungsvoraussetzung ist, gibt es keine Vorgaben dazu, auf welchem Weg die erforderlichen Sprachkenntnisse erworben werden. Sie können alternativ zu den von der Evangelisch-Theologischen Fakultät angebotenen Kursen auch die Kurse anderer Hochschulen oder privater Anbieter nutzen, müssen die Kosten dafür dann aber natürlich auch selbst übernehmen. Die Sprachkenntnisse müssen auch in diesem Fall durch Zeugnisse über die im Folgenden genannten Sprachprüfungen nachgewiesen werden.

Sprachprüfungen

Die Nachweise über den Spracherwerb werden in der Regel durch das Abiturzeugnis oder ein von einer Schulbehörde ausgestelltes Zeugnis über eine Erweiterungsprüfung zum Abitur erbracht. Zuständig für die Erweiterungsprüfung ist die Schulbehörde des Studienorts, also die Bezirksregierung Köln, sowie die Schulbehörde des Heimatorts, an dem der Prüfling seinen Hauptwohnsitz hat - die Prüflinge können wählen, an welchem der beiden Orte sie sich prüfen lassen.

Für Hebräisch kann (mit Ausnahme des Lehramts-Fachs Evang. Religionslehre) das Hebraicum auch als Fakultätsprüfung abgelegt werden. Für den Bachelor-Studiengang Evang. Theologie und Hermeneutik (nicht aber für den darauf aufbauenden konsekutiven Masterstudiengang Evangelische Theologie!) genügen auch fakultätsinterne Prüfungen, die das gleiche Sprachniveau feststellen.

Bei allen Prüfungen, die nicht als Erweiterungsprüfungen zum Abitur oder als Sprachprüfungen auf gleichem Niveau unter Beteiligung schulamtlicher Behörden abgelegt wurden, kann eine Anerkennung nicht garantiert werden. Bitte nehmen Sie in solchen Fällen möglichst frühzeitig mit dem Prüfungsamt unserer Fakultät Kontakt auf, um die Anerkennbarkeit zu klären.

Übersicht zu Sprachkursen und Prüfungen

Im Einzelnen bieten wir für Studierende unserer Studiengänge folgende Sprachkurse an:

Latein an der Evang.-Theol. Fakultät (Dauer: 2 Semester)

  • Sprachkurs Latein I als Semesterkurs jedes Wintersemester (6 Unterrichtsstunden pro Woche, ca. 20-25 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Sprachkurs Latein II als Semesterkurs jedes Sommersemester (6 Unterrichtsstunden pro Woche, ca. 20-25 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Sprachkurs Latein III als Ferien-Intensivkurs in den Sommer-Semesterferien bis zur Latinums-Prüfung (Juli/August; variable Unterrichtsstunden/Woche je nach zur Verfügung stehender Zeit bis zur Prüfung; ca. 40-50 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Latinums-Prüfung bei der Bezirksregierung Köln an einer staatlichen Schule; wechselnde Termine je nach NRW-Schulferien: schriftl. Prüfung meist in der zweiten Augusthälfte, mdl. Prüfung meist in der zweiten Septemberhälfte
    Nähere Infos zur schulexternen Erweiterungsprüfung auf der Internetseite der Bezirksregierung

Griechisch an der Evang.-Theol. Fakultät (Dauer: 1,5 Semester)

  • Sprachkurs Griechisch I als Ferien-Intensivkurs in den Frühjahrs-Semesterferien (Februar - April; täglicher Unterricht, ca. 40-50 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Sprachkurs Griechisch II als Semesterkurs jedes Sommersemester (6 Unterrichtsstunden/Woche, ca. 20-25 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Sprachkurs Griechisch III als Ferien-Intensivkurs in den Sommer-Semesterferien bis zur Graecums-Prüfung (Juli/August; variable Unterrichtsstunden/Woche je nach zur Verfügung stehender Zeit bis zur Prüfung; ca. 40-50 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Graecums-Prüfung bei der Bezirksregierung Köln an einer staatlichen Schule; wechselnde Termine je nach NRW-Schulferien: schriftl. Prüfung meist in der zweiten Augusthälfte, mdl. Prüfung meist in der zweiten Septemberhälfte
    Nähere Infos zur schulexternen Erweiterungsprüfung auf der Internetseite der Bezirksregierung

Griechisch an der Philos. Fakultät (Dauer: 3 Semester)

Für Studierende, denen die Griechisch-Sprachkurse unserer Fakultät zu schnell voranschreiten, gibt es im Rahmen einer Vereinbarung mit der Philosophischen Fakultät die Möglichkeit, alternativ an deren Sprachkursen teilzunehmen. Aufgrund der längeren Dauer bis zum Erwerb des Graecums ist mit diesem Weg allerdings häufig eine zusätzliche Verlängerung der Studienzeit des Grundstudiums verbunden, da die zur Zwischenprüfung erforderlichen Veranstaltungen und Prüfungsleistungen im Fach Neues Testament erst nach dem Erwerb des Graecums besucht bzw. erbracht werden können. Insofern empfehlen wir diese Alternative nur im Ausnahmefall bei bekannten Problemen mit dem Spracherwerb.

  • Sprachkurs Griechisch I als Semesterkurs jedes Wintersemester (4 Unterrichtsstunden/Woche; ca. 15-20 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Sprachkurs Griechisch II als Semesterkurs jedes Sommersemester (4 Unterrichtsstunden/Woche; ca. 15-20 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Sprachkurs Griechisch III als Semesterkurs jedes Wintersemester (4 Unterrichtsstunden/Woche; ca. 15-20 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Graecums-Prüfung bei der Bezirksregierung Köln an einer staatlichen Schule; wechselnde Termine je nach NRW-Schulferien: schriftl. Prüfung meist in der zweiten Februarhälfte, mdl. Prüfung meist in der zweiten Märzhälfte
    Nähere Infos zur schulexternen Erweiterungsprüfung auf der Internetseite der Bezirksregierung

Hebräisch (Dauer: 1 Semester oder 8 Wochen)

  • Sprachkurs Hebräisch als Semesterkurs jedes Semester (6 Unterrichtsstunden pro Woche + Tutorium; ca. 20-25 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Sprachkurs Hebräisch als Ferien-Intensivkurs in den Sommer-Semesterferien (August - Oktober; ca. 8 Wochen, täglicher Unterricht; ca. 40-50 Stunden/Woche Arbeitsaufwand)
  • Hebraicums-Prüfung bei der Bezirksregierung Köln oder als Fakultätsprüfung an der Evang.-Theol. Fakultät Bonn.
    Für beide Prüfungen finden die Klausuren und mdl. Prüfungen an der Evang.-Theol. Fakultät statt, aber bei den Abitur-Erweiterungsprüfungen unter Beteiligung eines von der Bezirksregierung bestimmten Vorsitzenden der Prüfungskommission und mit leicht abweichenden Prüfungsbedingungen. Staatliche Hebraicumsprüfungen finden jeweils am Ende des Semesterkurses im Wintersemester und am Ende des Ferien-Intensivkurses im Oktober statt; Fakultätsprüfungen am Ende jedes oben genannten Sprachkurses.
    Nähere Infos zur schulexternen Erweiterungsprüfung auf der Internetseite der Bezirksregierung

Beratungsangebote

Für Fragen der Einbettung von Sprachkursen in die eigene Studienplanung steht die Fachstudienberatung Evangelische Theologie zur Verfügung. Bei Fragen zu Prüfungsanmeldungen und Prüfungsmodalitäten wenden Sie sich bitte für die Erweiterungsprüfungen zum Abitur an die jeweilige Prüfungsbehörde (z.B. Regierungsbezirk Köln) und für Fakultätsprüfungen an das Prüfungsamt Evangelische Theologie.

Für Fragen direkt zu einzelnen Sprachkursen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Lehrperson, die im Vorlesungsverzeichnis BASIS ausgewiesen ist. Für inhaltliche Fragen des Spracherwerbs in Latein und Griechisch steht Ihnen außerdem Dr. Arnold Becker zur Beratung zur Verfügung; für inhaltliche Fragen des Spracherwerbs in Hebräisch PD Dr. Axel Graupner.

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