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Geschichte der schlosskirche

Die heutige Schloßkirche wurde 1779 nach dem Brand der alten (1777) als Hofkapelle für die Kurfürsten errichtet. Dieses Amt hatte damals Kurfürst Max Friedrich inne. Den Bauauftrag erhielt Johann Heinrich Roth. Im Jahre 1794 besetzten die Franzosen Bonn. Der Kurfürst Maximilian Franz floh. In der Schloßkirche fand kein christlicher Gottesdienst mehr statt.

Auf dem Wiener Kongreß (1814-15) fiel das Rheinland an Preußen. Die evangelische Gemeinde Bonn erhielt ab 1816 in der Schloßkirche durch den preußischen König Friedrich Wilhelm III. in Bonn ihre erste Gottesdienststätte im Rahmen der Union zwischen Reformierten und Lutheranern. 1817 wurde die Kirche renoviert. Die Kanzel wurde von Schinkel (Berlin) entworfen.

Nach der Gründung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am 18.10.1818 wurde die Schloßkirche dann auch für die evangelischen Universitäts-Gottesdienste (im Wechsel mit den Gottesdiensten der evangelischen Kirchengemeinde Bonn) benutzt. Ebenfalls finden hier auch die Seminar-Gottesdienste der Evangelisch-Theologischen Fakultät statt. Die Katholisch-Theologische Fakultät erhielt das regelmäßige Benutzungsrecht in einer der Bonner katholischen Kirchen. 1870 erbaute die Evangelische Kirchengemeinde Bonn die Kreuzkirche.

Der erste bedeutende evangelische Prediger war Prof. Dr. Carl Immanuel Nitzsch (1822-1847). Auch Prof. D. Karl Barth hat in seinen Bonner Jahren hier gepredigt. - Ludwig van Beethoven hatte in der Schloßkirche Orgelunterricht bei seinem Lehrer, dem Hoforganisten Neefe.
Bei dem Bombenangriff am 18.10.1944 wurde die Schloßkirche zerstört. Nur die Umfassungsmauern blieben stehen. Am 2. Juli 1957 erfolgte die Wiedereinweihung der Kirche mit ihren wiederhergestellten reichhaltigen Stuckarbeiten, die einst von Guiseppe Brillie entworfen worden waren. Seit dem Wiederaufbau der Kirche ist der Mittelgang entfallen. Durch etwas gerundete Bänke ist der einheitliche Charakter des Raumes verstärkt worden. Das Spiegelgewölbe des Mittelraumes ist nicht bemalt. Es hat vier gewölbte Enden. - In musikalischer Hinsicht fällt die besonders gute Akustik der Schloßkirche auf.

1981 wurde die Kirche renoviert. Die gelb/weiße Farbgebung gibt der Kirche einen heiteren Charakter. In architektonischer Hinsicht ist der Stil vom Übergang vom Rokoko zu Louis XVI geprägt.

Die Kirche dient heute den evangelischen Universitätsgottesdiensten an den Sonntagen des Semesters. Sie wird zugleich für viele Konzerte genutzt und ist ebenfalls eine beliebte Traukirche, in der auch Taufen gehalten werden. Ebenfalls finden hier Schloßkirchenvorträge statt. Verantwortlich für die Vergabe der Veranstaltungen ist der geschäftsführende Evangelische Universitätsprediger.

 

Seit dem 6. Mai 2012 hat die Schloßkirche eine besondere Attraktion zu bieten, die den Raum noch strahlender erscheinen lässt: Eine wunderbare neue Orgel, entworfen und gebaut im Bonner Orgelhaus Klais, schmückt die Ostseite des Raumes. Und in dieser Orgel ist noch eine Überraschung verborgen: Ein Register ist ein Glockenspiel, und das hat folgenden Grund: Am Schlossportal war vor dem Brand von 1777 ein Glockenspiel angebracht, dass regelmäßig gespielt wurde. Nun kann es in der Orgel gespielt werden.

 

Am 12. Mai 2015 wurde im Rahmen des Semestereröffnungsgottesdienst die neue Klais-Orgel in der Schlosskirche eingeweiht. Die Predigt können sie hier nachlesen.

 

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