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Vorstellung des Instituts

Das Ökumenische Institut wurde im Dezember 1956 als eine der ersten Einrichtungen dieser Art an einer deutschen Universität gegründet. Es sollte helfen, „konfessionalistische Verengungen“ zu überwinden, eine Brücke zu den ost- und südosteuropäischen evangelischen Kirchen zu schlagen und mit den Entwicklungen von Theologie und Kirche speziell in England und Nordamerika vertraut zu werden.


Erster Direktor wurde Prof. Erich Dinkler (Neues Testament und Geschichte der Alten Kirche), der in den USA gelehrt hatte; wichtige Impulse steuerte Hans Joachim Iwand bei. Nachfolger Dinklers waren die systematischen Theologen Gerhard Gloege, Walter Kreck und Hermann Dembowski. Im Jahre 1976 übernahmen J. F. Gerhard Goeters (Neuere Kirchengeschichte) und Gerhard Sauter (Systematische und Ökumenische Theologie) die Verantwortung für das Institut. Unter Sauters Leitung wurden Partnerschaften mit der Faculty of Theology der Universität Oxford, der Divinity School der Duke University in Durham, North Carolina, USA (bis 2003), mit der Christlich-Theologischen Akademie Warschau (die sämtliche nicht-katholischen Studierenden der Theologie in Polen ausbildet) und der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Karls-Universität in Prag aufgebaut. Im Rahmen dieser Partnerschaften wurde ein Studentenaustausch mit Oxford und Durham vereinbart, wurden und werden u.a. Symposien veranstaltet, gemeinsame Forschungsprojekte ausgeführt, Gastvorträge gehalten, der wissenschaftliche Nachwuchs für die Warschauer Akademie und die Prager Fakultät gefördert, polnische Übersetzungen von deutschen Lehrbüchern betreut. Beziehungen entwickelten sich auch zu ungarischen Theologen. Beiträge zum ökumenischen Gespräch und die Mitarbeit im Nordamerika-Programm der Bonner Philosophischen Fakultät bildeten weitere Schwerpunkte.    

Nach der Emeritierung von Prof. Goeters (1991) trat sein Nachfolger Karl-Heinz zur Mühlen bis 2000 an dessen Stelle. Prof. Sauter ist auch nach seiner Emeritierung (2000) am Institut tätig. 2001 wurde Prof. Jörg Haustein (Neuere Kirchengeschichte) Direktor, 2004 übernahm Prof. Michael Meyer-Blanck zunächst kommissarisch die Leitung. Seit dem Jahre 2007 sind er und Prof. Andreas Pangritz Direktoren des Instituts.

Zur Geschichte des Ökumenischen Instituts vgl. Heiner Faulenbach, Die Evangelisch-Theologische Fakultät Bonn, Sechs Jahrzehnte aus ihrer Geschichte seit 1945, Göttingen 2009, 371-382 (Das Ökumenische Institut) und 338-343 (Partnerschaften: Warschau, Durham, Oxford und Prag).
Über Ökumenische Theologie in der Evangelisch-Theologischen Fakultät hat Prof. Sauter informiert  in: Forschungsbericht 1987-1989 der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bonn 1991, 8-15.

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