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DFG-Projekt: Die theologische, kulturelle und politische Rezeption der Theologie Karl Barths in den Niederlanden

Projektleiterin: Dr. Susanne Hennecke

Die Arbeit stellt erstmalig die theologische, kulturelle und politische Rezeption und Wirkungsgeschichte des deutsch-schweizerischen protestantischen Theologen Karl Barth (1886-1968) in den Niederlanden zusammenhängend dar und reflektiert diese in modernitätstheoretischer und rezeptionsästhetischer Hinsicht. In dem zu untersuchenden Zeitraum (1919-1989) kann die Bedeutsamkeit Karl Barths für die Niederlande kaum überschätzt werden.

Zum einen stellt die Studie die Wirkungs- bzw. Rezeptionsgeschichte als Rekontextualisierung Karl Barths in den verschiedenen niederländischen kirchlichen Strömungen dar. Sie weist insbesondere die ökumenische Wirkung dieses Theologen innerhalb der (sehr zerspaltenen) niederländischen kirchenpolitischen Landschaft auf.

Zum anderen untersucht die Studie die für die Niederlande in spezifischer Weise charakteristische Wechselwirkung zwischen theologischen und politischen beziehungsweise kulturellen Strömungen und stellt die für die verschiedenen kirchlichen Strömungen jeweils verschiedenen Ansätze dar, eine wenn auch nicht unkritische Kontinuität zwischen der Wort-Gottes-Theologie und der (modernen) Kultur zu entwickeln. Diesbezüglich konzentriert sie sich nicht nur auf die exemplarisch ausführlicher zu untersuchenden systematisch-theologischen Ansätze der bedeutsamen niederländischen Theologen Kornelis Heiko Miskotte und Oepke Noordmans im Interbellum, sondern auch auf den Einfluss Karl Barths auf den niederländischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung (1940 -1945), den politischen, kulturellen und theologischen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und den gesellschaftlichen und theologischen Paradigmenwechsel in den 70er Jahren.

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